Was haben Klavierspielen und ein cooles Outfit gemeinsam?
„Klavierspielen macht glücklich"
Ein Gespräch mit Kathrin, Pianistin, Tatem-Kundin und Mutter von fünf Kids – Sie bezeichnet sie auch gerne als ihre Werke: Op. I - V
Mit sechs Jahren hat Kathrin mit dem Klavierspielen angefangen. Seitdem hat sie fünf Kinder großgezogen, viel erlebt und nie aufgehört zu spielen. Für sie gehört beides zusammen: Musik und das Gefühl, das richtige Outfit zu tragen. Für Tatem steht sie jetzt vor der Kamera, immer offen und neugierig auf das, was noch kommt.
Du spielst an der Ostsee, auf dem Darß, in Ahrenshoop, bei Ausstellungseröffnungen — was braucht ein Ort, damit Musik dort funktioniert?
Er muss etwas ausstrahlen. Ich spiele gerne an Orten, die inspirieren — das Licht, die Stimmung, die Menschen, die dort sind. Das gibt der Musik eine zusätzliche Ebene. Wenn der Raum stimmt, entsteht etwas zwischen mir und dem Publikum, das ich nicht planen kann. Genau das fasziniert mich: diese nonverbale Kommunikation. Ein Lächeln in den Gesichtern, ein verträumter Blick.
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B.
Jazz, Trios, Quintette — was reizt dich an dieser Form des Zusammenspiels?
Die Improvisation. Dass jeder seinen eigenen Gedanken einbringt und man trotzdem — oder gerade deshalb — etwas Gemeinsames erschafft. Dieses Zuhören, Reagieren, Weiterdenken in Echtzeit. Das ist für mich eine der reinsten Formen von Kommunikation zwischen Menschen.
Du hast fünf Kinder großgezogen und währenddessen durchgehend Klassik unterrichtet — privat, mit Schülern, die aus eigenem Antrieb zu dir kommen. Wie hast du dir diesen Raum bewahrt?
Ich musste ihn mir bewahren — bewusst. Wenn man eine Familie hat, besteht immer die Gefahr, sich darin aufzulösen. Die Musik war mein eigener Ort. Und der private Unterricht hat das unterstützt: Diese Schüler kommen, weil sie wollen. Das gibt dem Unterrichten eine ganz andere Qualität — man arbeitet mit echter Motivation, nicht gegen die Pflicht.
Mit fünf Jahren hast du angefangen – und nie aufgehört. Was gibt dir die Musik, das durch nichts anderes ersetzt werden kann?
Halt in Krisen. Die Musik hat mich durch schwierige Zeiten getragen, immer wieder. Es ist etwas, das man nicht verliert — das bleibt, auch wenn anderes wegbricht.
Letzte Frage, weil du auch Tatem-Kundin bist: Welche Rolle spielt Mode in deinem Leben?
Mode ist für mein Körpergefühl wichtig — nicht als Statement nach außen, sondern als etwas, das ich für mich selbst spüre. Man erfindet sich ja in jedem Lebensalter neu, und Kleidung gehört dazu. Bei Tatem traut man sich was: Tamara stellt Outfits zusammen, zu denen man selbst vielleicht nicht greifen würde und genau auf diese Unterstützung kommt es manchmal an. Klavierspielen macht glücklich – und ein cooles Outfit auch!
"Tamara stellt Outfits zusammen, zu denen man selbst vielleicht nicht greifen würde und genau auf diese Unterstützung kommt es manchmal an."






